Lockvogelangebote: Holzauge sei wachsam!
Es liest sich oft wie die Verheißung zum Paradies: Gewisse Kreditinstitute versprechen das Blaue vom Himmel; mit ihrer Hilfe soll das Leben zum Genuss werden. Von den möglichen Folgen spricht jedoch niemand. Woran erkennt man aber solche Lockvogelangebote, die letztendlich nur der betreffenden Bank zu enormem Reichtum verhelfen?
Versteckte Klauseln
Im Prinzip ist die Frage, woran man Lockvogelangebote erkennt, recht schnell und einfach zu beantworten: Indem man das Kleingedruckte beachtet. Jedes Kreditinstitut hat bestimmte AGBs (Allgemeine Geschäftsbedingungen), in denen klare Angaben über Zinsen und Formen der Rückzahlung gemacht werden müssen. Dies ist auch der Hauptgrund, warum dubiose Angebote überhaupt staatlich geduldet werden. Die Werbung jedoch arbeitet mit ausgefeilten psychologischen Tricks, die den potenziellen Kunden von dem Blick in die Statuten nach Möglichkeit abhalten sollen. Es ist daher in jedem Fall ratsam, die AGBs nicht nur zu überfliegen, sondern sie sich - auch unter etwas Zeitaufwand - genau zu Gemüte zu führen.
Kein Thema für namhafte Banken
Unsere über die Grenzen hinaus bekannten Banken, die zumeist auf eine lange Geschichte zurückblicken können, werden sich hüten, fragwürdige Angebote zu machen. Sie haben dies auch gar nicht nötig, da es genug seriöse Geschäfte gibt, mit denen sie seit langer Zeit überleben. Es ist sogar mehr als unwahrscheinlich, dass ein nicht angefordertes Kreditangebot einer solchen Bank im Briefkasten vorgefunden wird. Allerdings gibt es auch hier Ausnahmen. Wer sich z. B. vor längerer Zeit schon einmal bei einer Bank namentlich vorgestellt hat, und sei es nur zwecks einer Auskunft, könnte in bestimmten Abständen Post mit Angeboten bekommen, deren Kreditrahmen von Mal zu Mal immer höher wird. Dies sind zwar keine Lockvogelangebote, doch trotzdem sollte hier Vorsicht geboten sein und kein Kredit aufgenommen werden, der nicht wirklich benötigt wird.
Der Ruf spricht für sich
Wer jedoch auf das Angebot eines ihm völlig unbekannten Kreditinstitutes oder Radio- und Fernsehwerbung zu reagieren gedenkt, sollte unbedingt vorher den Namen der Bank in eine Suchmaschine eingeben oder anderweitige Erkundigungen einholen, bevor er tätig wird. Nicht selten erhält man auf diesem Wege schockierende Informationen bereits Geschädigter. Versprechungen sind bekanntlich schnell gemacht, doch das böse Erwachen kommt meistens erst bei der Rückführung.
Sollten all diese Punkten beachten steht dem Weg zum günstigen Kredit nichts mehr Wege.
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