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Passivhaus finanzieren

Bei einem Passivhaus heizt man mit vorgewärmter Luft und braucht somit nur ca. 10 Prozent der Heizenergie, die in einem Standardhaus benötigt wird. Der wichtigste Faktor dafür ist die Außendämmung, die verhindert, dass Wärme verloren geht und dafür sorgt, dass man keine Heizung mehr braucht, da auch die Abwärme von Haushaltsgeräten und der Bewohner genutzt wird. Neben einer guten Dämmung, spielen auch die Fenster eine wichtige Rolle, die dreifach verglast sein sollten, damit die Kälte draußen und die Wärme drinnen bleibt. Unterstützen lässt sich dies durch ein Plissee für das neue Passivhaus. Um das System beim Lüften nicht zu unterbrechen, wird in ein Passivhaus ein Lüftungssystem integriert, das stets für frische Luft sorgt und Staub und Pollen abfängt und somit auch bestens für Allergiker geeignet ist. Zusätzlich dient die Lüftung an sehr kalten Tagen als Heizung. Um das Passivhaus effektiv zu nutzen, liegt das Wohnzimmer am besten auf der Südseite, damit Sonnenstrahlen die Räume aufwärmen können, und Schlafräume auf der Nordseite. An heißen Sommertagen lassen sich die Fenster auch mit Sonnenschutzartikeln, z.B. Plissees am Küchenfenster, behängen. Die Sonne wird jedoch gerne in Form von Sonnenkollektoren auf dem Dach zur Warmwassererzeugung und Energieaufbereitung genutzt.      

Bei der Finanzierung eines Passivhauses stehen Zulagen und Steuererleichterungen, Bausparverträge oder Kredite zur Verfügung. Wer sein Haus zu einem Passivhaus umbauen oder sich ein neues Passivhaus bauen möchte, kann von speziellen Förderprogrammen der KfW Bankengruppe, die Darlehen und Zuschüsse über eine Hausbank vergibt, profitieren, so zum Beispiel dem Programm „Energieeffizientes Bauen“ für Neubauten. Dazu müssen der Jahresenergiebedarf und der Jahresheizwärmebedarf bestimmte Werte erreichen. Das Programm „Energieeffizientes Sanieren“ fördert energiesparende Modernisierungen. Weitere Zuschüsse kann es für den Einsatz erneuerbarer Energien für die Wärmetechnik und den Einsatz von Wärmepumpen, Sonnenkollektoren und Holzfeuerungen geben. Die zahlreichen Förderungen streben Hausbesitzer an, ihr Haus effektiv umzubauen oder neu zu bauen. Auch, wenn die Kosten vor dem Bau sehr hoch erscheinen, lohnt sich ein Passivhaus später. Man erhält nicht nur eine Förderung, sondern profitiert auch von sehr geringen Strom- und Heizkosten, weshalb man sich näher mit dem Thema befassen sollte.